Archiv für Februar, 2008

Autos kaufen 2.0 mit Bidgo.de

[Trigami-Review]

Mit Bidgo.de gibt es nun eine Autobörse im Internet, die gezielt User-generated Content einsetzt, um den Unterhaltungs- und Informationswert der Seite zu erhöhen.

So gibt es die Möglichkeit, in einem Auto-Wiki das eigene Know-How im Bereich Autos an die anderen Nutzer der Plattform weiter zu geben. Dabei ist allerdings nicht so viel Freiheit gegeben, wie man das von anderen Wikis kennt. Viel mehr wird der User aufgefordert, aus einer Menge von Automodellen eins zu wählen und zu diesem Informationen wie “bekannte Mängel” oder “Kauftipps” in einer Maske einzugeben.

Bisher sind jedoch zu den meisten Modellen lediglich ein paar allgemeine Informationen vorhanden. Falls es jedoch gelingen sollte, zu jedem relevanten Modell viele praktische Informationen zusammenzutragen sehe ich in dem Wiki einen klaren Mehrwert gegenüber anderen Autoplattformen.

Neben diesem Wiki gibt es für die Nutzer die Möglichkeit, Videos und Bilder z.B. von ihren eigenen Autos auf der Plattform bereitzustellen. Durch diese zusätzlichen Elemente wirkt die Seite wesentlich lebendiger, als andere mir bekannte Plattformen.

Allerdings gibt es an dieser Stelle ein paar technische Anmerkungen: Wie schon von Tobias Weißenfels bemerkt ist es nicht gerade Stand der Technik, für die Bewertung der Videos die komplette Seite neu laden zu müssen. Spätestens, nach dem man dies einmal versehentlich während des Video-Schauens getan hat ärgert man sich darüber.

Auch zum Layout der Seite möchte ich ein paar Worte verlieren: Bisher wirkt die Seite auf mich sehr unaufgeräumt, überfrachtet und teils chaotisch. Es fehlt eine klare Struktur und ein Rahmen, der den kompletten Inhalt einfasst. Das würde für mich persönlich die Nutzung der Seite wesentlich angenehmer gestalten.

Eine Besonderheit ist das Incentive-System, mit dem die Nutzer dazu motiviert werden sollen, sich auch tatsächlich mit eigenen Inhalten an Bidgo zu beteiligen. Dazu gibt es sogenannte Perlen, die für Aktionen auf der Plattform vergeben werden. So erhält der Nutzer für ein hochgeladenes Foto 3, für ein Video 5, für einen Wiki-Eintrag 10 und für einen eingeladenen Freund 30 Perlen. Dazu kommen 100 Perlen, die bei der Neuanmeldung gutgeschrieben werden. Damit ist zumindest die günstigste Prämie, ein 10 € Tankgutschein mit vertretbarem Aufwand erreichbar.

Allerdings birgt dieses Incentive-System natürlich auch Risiken. Je höher die “Belohnung” für eigene Beiträge, desto größer ist auch der Anreiz, das System zu missbrauchen. Es wird sich herausstellen müssen, ob die Qualität der Nutzerbeiträge darunter leiden wird.

Die Nutzung der Plattform ist übrigens sowie für Käufer als auch Verkäufer kostenlos. Die komplette Finanzierung läuft über Werbeeinnahmen. Die dazu gehörige Werbung ist auch schon ziemlich stark auf der Seite präsent. Auf manchen Seiten sieht man den eigentlichen Inhalt erst, sobald man eine halbe Seite nach unten gescrollt hat (z.B. bei der Übersichtsseite der Videos). Das ist für meinen Geschmack zu viel des Guten. Vielleicht sollte man lieber direkt auf innovativere Werbeformate wie Werbung im Vor- oder Abspann der Videos setzen.

Fazit: Interessantes Konzept, das aus dem Auto-Kauf im Internet ein ganz neues Erlebnis machen kann.

Interessante Artikel merken mit Instapaper

In den letzten Tagen wurde Instapaper in der deutschsprachigen Blogosphäre schon zahlreich erwähnt. Gestern habe ich dann mal angefangen, den Dienst zu Testen.

Instapaper hat eigentlich nur einen Zweck: Bookmarks speichern zu Artikeln, die später noch gelesen werden sollen. Klingt wie Mister Wong oder delicious? Stimmt quasi. Nur ist Instapaper viel simpler.

Zunächst ist keine wirkliche Registrierung nötig, einfach einen Benutzernamen auswählen und fertig. Kein Passwort wird benötigt, keine E-Mail-Adresse! Nach der Wahl des Benutzernamens kann es direkt losgehen mit dem Speichern von Bookmarks. Dazu bietet sich das Bookmarklet von Instapaper an, mit dem per Klick auf einen kleinen Button die aktuelle Seite gespeichert wird.

Auf der eigenen Seite bei Instapaper erscheint diese Seite nun unter “Unread”, wahlweise mit Beschreibung. Artikel, die man in nächster Zeit nicht lesen möchte, können natürlich gelöscht geskipped werden.

Die Liste mit den Bookmarks lässt sich zudem per RSS-Feed abonnieren, so dass man immer eine aktuelle Liste mit noch zu lesenden Arikeln im Feedreader hat, auch, wenn der eigentlich Artikel nicht per Feed zur Verfügung steht.

Fazit: Bisher bin ich ganz angetan von der Einfachheit des Dienstes. Allerdings befürchte ich, dass die Liste der Artikel mit der Zeit explodiert, ohne, dass man die Artikel jemals alle lesen wird ;)