PHP6 mit XAMPP testen

Wer schon einmal einen Blick auf PHP6 riskieren will, das in nicht allzu ferner Zukunft PHP5 ablösen soll, für den hier eine kurze Anleitung:

Zunächst einmal eine aktuelle Version von XAMPP installieren, falls noch nicht vorhanden.

Im zweiten Schritt einen aktuellen Snapshot von PHP6 von snaps.php.net herunterladen und einfach im XAMPP-Verzeichnis in den Ordner php6 entpacken. Dort außerdem noch eine php.ini einrichten. Dazu einfach die php.ini-recommended umbennenen. Alternativ dazu kann auch eine ältere, eigene php.ini verwendet werden.

Nun muss der Apache noch von der neuen PHP-Version erfahren: Im Verzeichnis xampp/apache/conf/extra/ befindet sich eine Konfiguration mit dem Name httpd-xampp.conf. In dieser Konfigurations-Datei muss nun die Konfiguration für die Nutzung von PHP5 auf PHP6 umgestellt werden:
#PHP 5:
LoadModule php5_module "C:/xampp/apache/bin/php5apache2.dll"
AddType application/x-httpd-php-source .phps
AddType application/x-httpd-php .php .php5 .php4 .php3 .phtml

ersetzen durch:

# PHP 6:
LoadModule php6_module "C:/xampp/php6/php6apache2_2.dll"
PHPIniDir "C:/xampp/php6"
AddType application/x-httpd-php-source .phps
AddType application/x-httpd-php .php .php6 .php5 .php4 .php3 .phtml

Jetzt den Apache neustarten und mit <?php phpinfo(); ?> die erste PHP6-Ausgabe genießen ;)

P.S.: Es handelt sich bei PHP6 um eine frühe Entwicklerversion, die auf keinen Fall produktiv eingesetzt werden sollte!

Fortsetzung entfällt

Das geplante Tutorial zum Thema JSPs und Servlets entfällt vorerst. Bin erstens zur Zeit wieder mit anderen Themen beschäftigt und zum anderen einfach noch nicht tief genug in der Materie, um mein Wissen in sinnvoller Form weiterzugeben.

Einen Linux-Tipp habe ich aber noch: Um die Anzahl der Dateien in einem Verzeichnis zu ermitteln einfach folgenden Befehl eingeben:
ls | wc -l

Webanwendungen mit JSPs und Servlets

Ja, mit Java kann man auch Webanwendungen entwickeln!
Dazu benötigt man zum einen die Java 2 Enterprise Edition, die im Gegensatz zur Standard Edition Servlets und JSPs implementiert und einen Application Server, der die Servlets und JSPs dann ausführt.

Einrichtung der Entwicklungsumgebung

Da ich schon seit längerem Eclipse für die Javaprogrammierung verwende, habe ich mich für eine Version von Eclipse entschieden, die ein Framework für die J2EE-Anwendungsentwicklung mitbringt. Die Eclipseversion kann hier heruntergeladen werden. Nach dem entpacken des Downloadarchives ist sie auch schon einsatzbereit.

Um die mit Eclipse erstellten Webanwendungen auch testen zu können, benötigt man einen Application Server. Meine Wahl ist auf den Tomcat Server gefallen, der von der Apache Group entwickelt wird. Er kann in der momentan aktuellen Version 5.5.17 hier heruntergeladen werden. Nach dem Download einfach den Installer ausführen. Danach ist der Tomcat-Server voll einsatzfähig.

In Eclipse muss nun noch der Tomcat als Application Server eingetragen werden. “Window/Preferences/Server/Installed Runtimes” über “Add” den Tomcat 5.5 auswählen und im nächsten Schritt das korrekte Installationsverzeichnis des Tomcat eintragen und bestätigen.

Damit ist die Einrichtung ersteinmal abgeschlossen und wir können uns ans Erstellen der ersten Anwendung machen…

Grundsätzliches

Vorher aber noch ein paar grundsätzliche Dinge:

Servlets sind normale Javaprogramme, die jedoch alle von einer speziellen Klasse erben, die ihnen die typischen Servlet-Eigenschaften gibt. Sie sind gut dafür geeignet, die Kontroll-Schicht einer Anwendung zu übernehmen und die Anfragen vom Browser an die entsprechenden Logik-Elemente oder JSPs weiterzuleiten.

JSPs sind JavaServerPages. Diese können ganz normale Html- oder Xml-Dokumente sein. Java-Code wird in diesen Dokumenten nur innerhalb von speziellen Tags ausgeführt, ähnlich Java Script. Die JSPs sind für alles zuständig, was der Benutzer im Browser zu sehen bekommt. Sie sind ein Art Template der Anwendung und enthalten im Idealfall keine Programmlogik.

Die eigentliche Programmlogik kann in ganz normalen Java-Klassen implementiert werden, auf die dann über das Kontroll-Servlet zugegriffen wird.

Durch diese Dreiteilung der Anwendung nach dem MVC-Prinzip wird gewährleistet, dass die Anwendung leicht zu pflegen ist und außerdem die einzelnen Aufgaben im Rahmen der Entwicklung an verschiedene Personen delegiert werden können. So kann die Enwicklung der JSPs von einem HTML-Experten übernommen werden, während die Servlet-Entwicklung von einem Java-Entwickler übernommen wird.

Im nächsten Artikel werden wir dann endlich die erste Anwendung mit JSPs und Servlets entwickeln. Ziel ist es, am Ende diese kleinen Artikelreihe ein funktionsfähiges Gästebuch mit Datenbankanbindung entwickelt zu haben…

P.S.: Ich bin auch noch neu in der Entwicklung mit J2EE und daher kann es schon sein, dass das nicht so ganz optimal ist, was ich hier bisher geschrieben habe. Bei mir hat es zumindest so funktioniert…

Nicht Bloggen, sondern Java lernen

Seit heute bin ich im Praktikum und ehrlich gesagt bleibt da nicht mehr viel Zeit zum Bloggen. Es sei denn, ich mache Inhalte aus dem Praktikum zum Thema. Ein Ziel meines Praktikums ist es nach bisherigem Stand, einen E-Mail-Client in Java zu entwickeln. Dazu sollte man natürlich Java können. Also heißt es für mich in den nächsten Wochen: Java lernen!

Doch bevor man richtig anfangen kann, sollte man Folgendes erledigen:
Java 1.5 und Eclipse installieren. Ob unter Windows oder Linux ist dabei relativ egal. Der Einsatz eines SUSE 64bit Systems kann allerdings in Verbindnung mit Eclipse zu Problemen führen. So war das zumindest bei mir. Die aktuelle Java Version gibt es unter sun.java.com und die Eclipse-IDE unter eclipse.org. Nach der Installation steht eine komplette Java-Entwicklungsumgebung zur Verfügung, mit der man ohne Java-Kenntnisse logischerweise nicht viel anfangen kann. Für den Anfang wurde mir daher das Buch “Java ist auch eine Insel” aus der -Reihe von GalileoComputing empfohlen. Dieses ist als Html-Version online verfügbar und kann als Zip-Archiv heruntergeladen werden.
Daneben gibt es unter java.sun.com Dokumentationen zu allen erdenklichen Java-Elementen und vorallem die API.

Mit Hilfe dieser “Hilfsmittel” kann man nun starten. Zunächst sollte man die grundlegendsten Grundlagen im “Java ist auch eine Insel”-Buch lesen. Unter anderem den Umgang mit der Eclipse-IDE. Danach kann man sich selbst kleine Programmieraufgaben stellen, die allerdings lösbar sein sollten, um die Motivation nicht zu zerstören. Wie wärs zunächst einmal mit dem typischen “Hello World!” ? ;)
Viel Erfolg mit den ersten Schritten und bis zum nächsten Mal!