Kampf um die Schüler

Nachdem ich vorgestern über den Launch von SchülerVZ berichtet hatte, flatterte mir eine Pressemitteilung von Mystubz per Mail ins Haus und direkt in den Spam-Ordner. Dort habe ich sie heute ausgegraben und wollte dann doch nicht so fies sein, nur über SchülerVZ zu berichten, wo doch auch Mystubz gerade gestartet ist.

Nach einem Klick auf einen der über 10 Links in der Mitteilung landet man auf einer Seite, die mir zumindest optisch gar nicht so schlecht gefällt. Auf jeden Fall mal was anderes als SchülerVZ, StudiVZ oder Facebook. Von den angeprisenen Features her klingt das bei beiden Anbietern sehr ähnlich. Habe aber ehrlich gesagt auch keine Lust, kleine Unterschiede aufzudröseln. Kernfeatures wie Profile, Nachrichtensystem und Gruppen besitzt wohl jedes der neuen Schülernetzwerke. Was mir bei Mystubz fehlt, ist ein Hinweis zum Jugendschutz, dem das SchülerVZ immerhin eine ganze Seite widmet. Schließlich geht es auch bei Mystubz primär um Minderjährige…

Ansonsten kann ich gar nicht so viel dazu sagen, denn ganz ehrlich, anmelden will ich mich weder bei Mystubz noch beim SchülerVZ, die internen Recherchen überlasse ich gerne anderen 😉

Was ich mich allerdings immer noch frage ist, was es damit auf sich hat:

* Eintragung/Austragung aus Presseverteiler?
Mail an presse@mystubz.com mit Betreff „Eintragen“ bzw. „Austragen“

Ich habe mich niemals in einen derartigen Presseverteiler eingetragen und wundere mich daher doch schon, wie ich darein komme. Kann mich auch nicht daran erinnern, in meinem Beitrag über das SchülerVZ etwas davon erwähnt zu haben, dass ich gerne Mitteilungen anderer Schülerverzeichnisse bekommen möchte. Naja, sei’s drum.

SchülerVZ

Endlich ist es soweit. StudiVZ hat das SchülerVZ gestartet. Dazu wurde das Logo ausgetauscht, die Layoutfarbe von Rot auf Pink/Rosa umgestellt und ein Text zum Jugendschutz geschrieben.

Achja, und rein kommt man nur über eine Einladung eines StudiVZ-Mitglieds. Diese sind ab sofort aufgefordert, 5 Freunde, kleine Geschwister usw. mit einer Einladung ins SchülerVZ zu belästigen. Wohlgemerkt, zur Alpha-Version. Alles also ganz toll und ganz exklusiv. Ich weiß trotzdem nicht, wem ich eine Einladung schicken soll. Wenn also jemand eine braucht, bescheid sagen. Aber ich übernehme keine Verantwortung für alle Schäden, die ihr von der Nutzung des SchülerVZ davon tragt… 😉

Achtung: Wie schon mal in den Kommentaren erwähnt kann ich keine Einladungen mehr verschicken!!!

Weitere interessante Artikel zum Thema:

Kampf um die Schüler

StudiVZ vs. Facebook

Google Mail für Alle

Bisher gab es Accounts bei Googles E-Mail-Dienst nur nach Einladung. Ab sofort gehört die Suche nach Einladungen der Vergangenheit an, denn hier ist es ganz offiziell zu lesen. Google Mail ist ab sofort offen für alle.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Google Mail sind eigentlich durchweg positiv, so dass ich jedem empfehlen kann, der mit seinem aktuellen Mail-Service nicht zufrieden ist, zu Google Mail zu wechseln. Fast 3 GB Speicherplatz sind neben dem aufgeräumten, modernen Layout einfach nicht zu toppen, wenn es um einen kostenlose E-Mail-Dienst geht.
Dafür muss man natürlich hinnehmen, dass Google die E-Mails durchsucht um passende Werbung zu schalten. Für mich ist das allerdings kein Problem. Muss aber jeder selbst mit sich ausmachen.

Einladungen gibt es von mir zumindest ab sofort nicht mehr.

Soviel kostet das StudiVZ

Nachdem gestern von einem Preis von rund 100 Millionen Euro die Rede war, wurde dieser in neueren Meldungen deutlich nach unten korrigiert.
Andere Zahlen ergeben sich zumindest aus Artikeln in der FTD und der Welt. Das Handelsblatt schreibt in der aktuelle Printausgabe vom 4.1.2007

Der Kaufpreis liegt nach Angaben aus Verhandlungskreisen bei rund 50 Mill. Euro.

Der Kaufpreis liegt nach diesen Artikeln zu urteilen irgendwo über 50, aber weit unter 100 Millionen. Immer noch eine ordentliche Stange Geld, aber eben keine 100 Millionen… 😉

[via medienrauschen]

StudiVZ am Abgrund?

Vor ein paar Wochen hatte ich vor einen kurzen Artikel über die Eskapaden von Ehssan Dariani zu schreiben, der bekanntlich einer der Mitbegründer des StudiVZ ist. Ich habe mich damals dagegen entschlossen, weil ich nicht Teil einer überzogenen Hetzkampagne werden wollte.

In den darauffolgenden Wochen wurde aus einem kleinen Fehltritt eines Gründers allerdings eine mittelschwere Katastrophe. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Das StudiVZ kämpft mit täglich neuen Sicherheitslücken, die die Sicherheit der Nutzerdaten zum Teil massiv gefährden (Zumeist XSS- und CSRF-Lücken). So war es zum Beispiel möglich, die Profile beliebiger Nutzer einfach über die Angabe der Nutzerid, die nach der Reihenfolge der Anmeldung vergeben wurden, abzurufen. Zudem sind Fotos, die eigentlich als „privat“ eingestellt wurden, für jeden zugänglich, sobald er eine kurze Buchstabenfolge kennt, die angeblich leicht zu entschlüsseln ist.

Diese und weitere haarsträubende Sicherheitslecks haben mich dazu bewogen einige meiner Daten schnellstmöglich aus dem StudiVZ zu entfernen. Einen kompletten Rückzug halte ich jedoch für übertrieben, da alle Daten, die dort nun über mich zu erfahren sind auch auf anderem Weg aus dem Netz zu beziehen sind und ich nicht auf die Netzwerkfunktionen des VZ verzichten möchte.

Teilweise frage ich mich jedoch, ob man solch gravierende Sicherheitsmängel nicht viel früher hätte bemerken müssen. Schließlich handelt es sich bei vielen dieser Fehler wirklich um Anfängerfehler, die einem erfahrenen Programmierer nicht unterlaufen dürfen. Erst recht nicht, wenn es um die Daten von über einer Million Nutzern geht.

Wer sich umfassend über die Thematik informieren möchte sollte sich mal intensiv bei der Blogbar umschauen, wo Don Alphonso mit teilweise sehr überzogenen Artikeln den Stein erst ins Rollen gebracht hat. Auch das Blog des StudiVZ hält einige Informationen, insbesondere zur Behebung von Sicherheitslücken bereit.