Kurzmeldungen

Ein paar kurze Meldungen aus der Netzwelt, für ausführliche Artikel fehlen mir gerade Zeit und Lust:

Speichern, tauschen, organisieren – Robin erzählt uns ein wenig von den aktuellen Jubii-Features und verspricht neue Features wie einen Mediaplayer.

Live-Stream zum 11th World Business Dialogue – Sevenload ist auf dem Weg zum Flash-Player mit Live-Streaming-Funktion. Erste Demonstration mit Live-Stream vom 11th World Business Dialogue an der Uni Köln.

Aktuelle Fußballergebnisse auf der GoYellow Karte – GoYellow zeigt nun auch aktuelle Fußballergebnisse auf der Karte an. Passend direkt am zugehörigen Stadion.

YouTube Video Awards – Sieger stehen fest

Die Sieger der YouTube Video Awards stehen fest. 3 der Videos kenne ich sogar, hier mal 2 der Siegervideos, auch wenn ich sie evtl. schon mal irgendwann hier im Blog hatte:

Most Creative: OK Go – Here It Goes Again

(YouTube Direktlink)

Most Adorable: Kiwi!

(YouTube Direktlink)

Und hier gibt es den Rest vom Fest.

Relaunch von Spin.de

Früher, vor vielen vielen Jahren war ich mal aktiver Chatter auf der Plattform von Spinchat. War Spinchat zu Beginn nur ein ganz normaler Chat mit vielen Chaträumen und Chattern, so wurde das System im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt. Es kamen Nickpages für die User, ein Nachrichtensystem, zahlreiche Spiele und noch viel mehr dazu. Natürlich hatte jeder seine Freundesliste, ein Gästebuch usw…

Jetzt wurde Spin.de neu ausgerichtet. Ab sofort soll es sich um ein Social Network handeln. Mit all den genannten Features, einer tollen Suche nach interessanten Leuten, die am besten zu den eigenen Interessen passen und und und.

Ich muss sagen, dass ich schon lange nicht mehr auf der Seite gewesen bin. Gerade habe ich sie mir mal wieder angeschaut, eben wegen dem Relaunch, über den ich per E-Mail informiert wurde. Optisch auf jeden Fall ganz nett, aber auch nicht besonders einmalig. Von den Features her habe ich das Gefühl, dass sich nicht viel getan hat im Vergleich zu vor dem Relaunch. Okay, technisch hat der Chat wohl ein Generalupdate erfahren und die Matching-Funktion, über die man passenden Leute findet soll auch höchst innovativ sein. Naja, das ist jetzt nicht soo viel Neues.

Ich glaube die Umdefinition zu einem Social Network war überflüssig. Das war Spin nämlich vorher auch schon, man hat es nur eben nicht so genannt, sondern Community. Daher hat Spin sicherlich im Vergleich zu anderen Social Networks erhebliche Vorteile, alleine was die Erfahrung mit dem Management einer solchen Plattform und der zu bewältigenden Serverlasten angeht. Seit immerhin 11 Jahren ist die Plattform schließlich schon online.

Weiterer Vorteil der langen Existenz ist sicherlich auch die Tatsache, dass in dieser Zeit feste Strukturen gewachsen sind, die die Community von innen zusammenhalten. Dagegen sind die Gruppen im StudiVZ oder sonst wo nur anonyme Diskussionforen.

Zum Schluss noch ein wenig Kritik: Eines der Hauptfeatures von Spin ist der Chat, schließlich komme sie da mal her. Daher kann ich auch nicht verstehen, warum man für User, die keine Beiträge zahlen, die Chat-Möglichkeiten massiv einschränkt. Nur 1 Chatroom und 5 Dialoge gleichzeitig sind erlaubt. Für einen wahren Chatter wohl zu wenig. Andererseits ist es natürlich clever, überhaupt Premium-Accounts anzubieten, um wenigstens ein gewisses Einkommen zu erzielen. Die Finanzierung durch Werbung funktioniert bei so manchem Konkurrenten ja leider nicht so, wie es mal geplant war…

Naja, guckt es euch einfach selbst mal an oder lasst es bleiben 😉

smava wieder online

Gestern abend habe ich ja über smava berichtet, bzw. über deren Server-Ausfall. Wenig später lief der Server dann glücklicherweise wieder (wurde sogar per Telefon von Alexander Artopé darüber informiert, klasse Service!) und ich konnte mir die Seite in aller Ruhe ansehen. Hier also meine Meinung:

Layout

Das Layout gefällt mir sehr gut. Angenehmen Farben und eine übersichtliche Menüführung helfen dabei, sich auf der Seite zurecht zu finden. Gleichzeitig werden die wichtigsten Facts bereits auf der Startseite dargestellt.

Konzept

Weitaus wichtiger als ein ansprechendes Layout ist für ein junges Unternehmen das Konzept. Bei smava handelt es sich wie bereits erwähnt um eine Social Lending Plattform, also eine Seite, auf der Privatpersonen anderen Privatpersonen Geld zur Verfügung stellen können. Gegen entsprechenden Zinszahlungen natürlich.

Als Kreditnehmer kann man bei smava einfach ein neues Kreditprojekt einstellen. D.h. man legt die benötigte Kreditsumme (die durch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit begrenzt ist), den gewünschten Zinssatz sowie die Laufzeit des Kredites fest und beschreibt, wozu das Geld benötigt wird. Danach ist noch eine Identifizierung über das Post-Ident-Verfahren notwendig. Dabei wird auch eine Schufa-Auskunft über die Bonität des Kreditnehmers eingeholt, welche dann auch für Kreditgeber einsehbar ist, die sich für das Projekt interessieren. Kreditgeber und Kreditnehmer bleiben jedoch grundsätzlich anonym.

Falls nun innerhalb von 14 Tagen genug Kreditgeber zusammenfinden, die das Projekt finanzieren möchten, erhält der Kreditnehmer das Geld abzüglich 1% Gebühren, die an smava fließen und den Dienst letztendlich finanzieren.

Details

Details der Kreditvergabe und Sicherheitsmechanismen bitte auf smava nachlesen. Nur so viel: Es gibt Anlegerpools für jede Bonitätsklasse, die Kreditausfälle gemeinsam tragen. Nach 2 Mahnungen und ausbleibender Ratenzahlung werden Kredite an ein Inkasso-Unternehmen verkauft und der volle Erlös fließt in den Anlegerpool.

Fazit

smava ist nicht das erste Angebot dieser Art weltweit, wohl aber in Deutschland. Wie in meinem ersten Beitrag zu dem Thema bereits erwähnt halte ich die Idee im Prinzip für gut. Mit smava gibt es die Möglichkeit, an den Banken vorbei Kredite zu organisieren. Dabei können Kreditnehmer als auch Kreditgeber von den wegfallenden Provisionen für die Bank profitieren, gegen die die 1%, die smava verlangt richtig günstig sind.

Sorgen macht mir zurzeit noch die Risikodiversifikation für Kreditgeber. Gerade zu Beginn eines solchen Unternehmens ist die Zahl der Teilnehmer sehr begrenzt. Damit ist auch der Pool der Anleger eher klein und das Risiko wird nicht allzu stark verteilt. Es braucht also ein paar Mutige, die sich hohe Renditen erhoffen, um den Anfang zu machen. Ich bin erst einmal nicht dabei.